Vollen Einsatz zeigten die Mitglieder der Stützpunktfeuerwehr Neukirchen b. Hl. Blut beim Patenbitten am Samstagabend. Am Ortseingang von Rittsteig versammelten sich zahlreiche Neukirchner Floriansjünger samt Festgefolge und erwarteten mit Spannung das bevorstehende Ereignis. Die Rittsteiger Feuerwehr holte die Bittsteller ab und geleitete sie mit schneidiger Blasmusik, angeführt von Peter Staudacher mit der präparierten Blaulicht-Bierfass-Schubkarre, durch das Bergdorf in die Oberkaltenhofstraße. Dort spielte sich das besondere Spektakel ab, bei dem es fünf Aufgaben zu meistern galt.

Noch ehe Festleiter Staudacher seine Bitte vortragen konnte, bugsierte FFW-Vorsitzender Josef Brandl den Neukirchner Festleiter, Schirmherrn Markus Müller, Kreisbrandmeister Werner Bartl und 2. Kommandanten Bernhard Bachl auf ein mobiles Podest. Statt auf kantigen Holzscheiten vernahmen sie die flehenden Worte von Festleiter Staudacher auf Saugschläuchen kniend.

Jedoch willigten die Rittsteiger nicht ohne weiteres ein, und stellten an die vier Honoratioren die knifflige Aufgabe, je einen einfach gerollten C-Schlauch nach Maßgabe auszurollen, diese dann zu kuppeln und mit geschöpftem Wasser damit zehn Maßkrüge zu füllen. Unter Mithilfe weiterer Kameraden schafften sie die diffizile Vorgabe relativ rasch, denn so leicht brachte die Neukirchner nichts außer Puste.

Einem vierköpfigen Team aus geprüften Feuerwehrlern gelang es nach zögerlichem Hantieren mit verbundenen Augen vier Saugschläuche zu kuppeln, was für große Erheiterung bei den Zuschauern sorgte.

Festmutter Ulrike Bachl und Festbraut Nina Hornig sollten einen Gesangstest bestehen und nach der Melodie „Madonna vom Heiligen Bluad“ einen von Hänsn Christoph umgemünzten Text über die Patenschaft der Rittsteiger Feuerwehr zum Besten geben. Musikalische Unterstützung erhielten die beiden Debüt-Sängerinnen von Kommandant und Fahnenträger der FFW Rittsteig. Doch damit nicht genug: auch die feschen Festmädchen wurden auf die Probe gestellt, ob sie zur Blasmusik im Gleichschritt marschieren konnten. Kreisbrandmeister Werner Bartl fungierte hier als Zeremonienmeister und überwachte den Mini-Umzug der Festdamen, die sich zur Unterstützung beliebige Kameraden auserwählten.

Da die Neukirchner Bittsteller sämtliche Aufgaben zur Zufriedenheit der Rittsteiger Feuerwehrleute mit Bravour meisterten, gab FFW-Vorsitzender Josef Brandl im Namen des Vereins die ersehnte Zusage. Mit dem obligatorischen Fahnengruß besiegelten die Vertreter der beiden Feuerwehren diesen neuen Bund und stießen auf die Patenschaft und ein gutes Gelingen des Jubiläums an. Ferner versprachen sie: „Wir werden mit euch beim Fest durch dick und dünn gehen!“. Festleiter Peter Staudacher überreichte an die Patenbraut der FFW Rittsteig Marina Koller einen Blumenstrauß, ehe KBM Werner Bartl der Rittsteiger Feuerwehr für die Übernahme der Patenschaft dankte und zur gemeinsamen Feier ins Schützenheim einlud. Dort zeigte sich die FFW Neukirchen b. Hl. Blut als großzügiger Gastgeber und so verbrachten rund 200 Gäste viele vergnügte Stunden. Das Musikerduo „Hi und Do“ rockte die ehemalige Schulaula und katapultierte das Stimmungsbarometer in schwindelnde Höhen, wobei auch die Tanzwilligen auf ihre Kosten kamen. In freudiger Erwartung sehen die Mitglieder der beiden Feuerwehren den vier Festtagen Ende Juli entgegen.

Bericht vom Patenbitten am 06.05.2017, Brandl Helga