Vorfreude schwang mit, als sich 150 Teilnehmer der Stützpunktfeuerwehr Neukirchen b. Hl. Blut am Samstagabend zum Schirmherrnbitten für das 150. Jubiläum im Juli 2017 rüsteten. Ab Theresienplatz führte die Blaskapelle Schießl den langen Zug von Bittstellern an, um zu den potenziellen Festhonoratioren zu marschieren.

Dabei war ein Zwischenstopp mit Verköstigung in der Tradtstraße eingeplant, um das offizielle “Ja” des Festleiters Peter Staudacher einzuholen. Nach kurzem Aufenthalt erreichte die Truppe bei einbrechender Dunkelheit das beleuchtete Anwesen des Bürgermeisterehepaars Müller.

Gerne ließ sich Bürgermeister Müller in die Pflicht nehmen: “Ihr mochts mir und da Marion a Riesenfreid und des woll ma kräftig feiern heid.” Fackeln wiesen den Weg in die Hohenbogenstraße zu Sepp Berlinger, der als Ehrenschirmherr dem Verein zur Seite stehen soll. “Du bist überall beliebt in unsra Gmoa, und für d’Feuerwehr host du stets a offnes Oahr”, lautete die Bitte an den Floriansjünger.

Auch Sepp Berlinger ließ sich nicht lange bitten und sagte zu, wohlwissend, beim Fest oft außer Haus zu sein, wofür seine Frau Gabriele ein Blumenarrangement erhielt. Mit den verbindlichen Zusagen von Festleiter, Schirmherrn und Ehrenschirmherrn fügten sich die fehlenden Mosaikteile zu einem Ganzen zusammen.

So ist man gerüstet für das 150. Gründungsfest. Unter den Klängen der Blasmusik marschierten alle zur gemeinsamen Feier in den festlich dekorierten “Bach-Stadl”.

Dort hatten die Festdamen für Festmutter Ulrike Bachl, Festbraut Nina Hornig, die beiden Schirmherrn Markus Müller und Sepp Berlinger sowie Festleiter Peter Staudacher eine diffizile Aufgabe vorbereitet.

Dabei galt es, ein vorgegebenes Wort mit Buchstaben-Nudeln zu legen und Suppe mit durchlöchertem Besteck auszulöffeln. Als Siegerin dieser lustigen Einlage ging die Festmutter unter lauten Anfeuerungsrufen ihrer Festkinder hervor. In seinem Grußwort ging FFW-Vorsitzender Werner Bartl auf die Auswahl der beiden Schirmherren ein, die verdiente Feuerwehrmänner mit Leib und Seele seien und bei der FFW Neukirchen b. Hl. Blut pflichtbewusst mehrere Ämter in der Vorstandschaft bekleideten.

Nun hieß der frischgebackene Schirmherr Markus Müller auch im Namen von Ehrenschirmherrn Sepp Berlinger die Gästeschar willkommen und zitierte Wilhelm Busch, der riet, “nur kein Ehrenamt” anzunehmen. Der Dichter habe zweifelsohne Recht, denn ohne Ehrenamt sei das Leben bequemer. “Ohne Menschen jedoch, die sich aus Idealismus, Hilfsbereitschaft oder sozialen Gründen freiwillig für die Allgemeinheit engagieren, würde ein Gemeinschaftsleben kaum funktionieren.

Dies trifft auch und insbesondere für unsere Feuerwehr zu”, bekräftigte Müller. Ohne die vielen ehrenamtlichen Kräfte gäbe es keine Hilfe im Brandfall, bei Verkehrsunfällen, bei Hochwasser und anderen Notfällen. Müller erinnerte an das Engagement von Werner Bartl, der den FFW-Nachwuchs ein Stück weit erziehe und Disziplin vermittele.

Den lobenden Worten schloss sich Sepp Berlinger an, der zudem den Einsatzwillen der Floriansjünger schätzt, die ihre Freizeit für die Allgemeinheit opferten.

Festleiter Peter Staudacher stellte die 18 Festdamen vor, die das Jubiläum im nächsten Jahr begleiten werden. Doch ihre Zusage gaben sie nur unter dem Vorbehalt, eine weitere Aufgabe zu meistern: Drei junge Feuerwehrmänner sollten mit Strahlrohren Luftballons zum Platzen bringen, die am anderen Ende der C-Schläuche befestigt waren. Hier siegte Markus Bachl souverän und sicherte sich den Applaus der Zuschauer. Schirmherr Müller und Ehrenschirmherr Berlinger luden zur musikalischen Feier und eröffneten ein fulminantes Büfett, das keine Wünsche offen ließ.

Bericht vom Schirmherrenbitten am 22. Oktober 2016, Brandl Helga